Von Tanja Dirnberger · Marketing-PRAKTIKERIN

Diese Seite setzt voraus, dass deine Website bereits geplant ist: Welche Seiten du brauchst und welche Aufgabe jede Seite hat, zeigt Website planen. Wie Besucher:innen sich durch diese Seiten bewegen, erklärt Website-Struktur & Navigation. Hier geht es ausschließlich um eine Frage: Was gehört auf die Startseite – und was nicht? Die Seite vertieft die Übersicht Website erstellen.
Welche Aufgabe hat eine Startseite?
Die Startseite ist häufig die zentrale Übersichtsseite einer Unternehmenswebsite. Ihre wichtigste Aufgabe: Orientierung. Sie soll Besucher:innen helfen, das Unternehmen einzuordnen, das Angebot grundsätzlich zu verstehen, wichtige Bereiche zu erkennen, relevante Informationen weiterzuverfolgen und einen sinnvollen nächsten Schritt zu finden.
Sie muss nicht jede Leistung vollständig erklären. Sie muss nicht jede Frage beantworten. Sie muss nicht alle Inhalte der Website zusammenfassen.
Eine gute Startseite zeigt: was wichtig ist – und wo es weitergeht.
Startseite oder Landingpage – was ist der Unterschied?
Kurz und klar: Eine Startseite dient häufig mehreren Besuchergruppen und Aufgaben. Sie bietet Überblick, Orientierung und mehrere sinnvolle Wege. Eine Landingpage ist meist stärker auf eine Kampagne, ein Angebot, eine Zielgruppe oder eine konkrete Handlung fokussiert.
Startseite
- Website-Erstellung
- SEO
- Marketingberatung
- Wissensbereich
Landingpage
- „Marketing-Kompass kostenlos herunterladen“
Wichtig: Es stimmt nicht pauschal, dass eine Landingpage keine Navigation haben darf. Das kann je nach Anwendung unterschiedlich sein.
Startseite
- mehrere relevante Wege
- Überblick
- Unternehmenskontext
Landingpage
- konkretes Thema
- konkretes Angebot
- stärker fokussierte Handlung
Unterschiedliche Seiten haben unterschiedliche Aufgaben.
Nicht jeder Besucher startet auf der Startseite
Menschen können beispielsweise über Google, ChatGPT, Newsletter, Social Media, Backlinks oder Empfehlungen direkt auf einer Unterseite landen – auf einer Leistungsseite, einem Blogartikel, einer Wissensseite, einer Produktseite oder der Kontaktseite.
Deshalb: Die Startseite ist wichtig. Aber nicht jede Information darf nur dort verständlich sein. Eine Leistungsseite muss auch funktionieren, wenn jemand die Startseite vorher nie gesehen hat.
Die Startseite gibt Überblick. Unterseiten müssen trotzdem eigenständig verständlich sein.
Was sollte im ersten sichtbaren Bereich stehen?
Es gibt keine starre Hero-Formel. Der erste Bereich sollte vor allem eines ermöglichen: schnelle Einordnung. Je nach Unternehmen können dort sinnvoll sein: Unternehmen oder Marke, eine klare Hauptaussage, das Angebot oder Themenfeld, die relevante Zielgruppe (wenn sinnvoll), ein nächster Schritt und ein visuelles Element, wenn es echten Informations- oder Markenwert besitzt. Nicht alles muss zwingend vorhanden sein.
Die zentrale Frage
Ein neuer Besucher sollte nicht lange rätseln müssen: „Was macht dieses Unternehmen eigentlich?“
Unklar
- „Gemeinsam Zukunft möglich machen.“
Klarer
- „Marketingberatung, Websites und SEO für kleine Unternehmen.“
Der erste Satz kann weiterhin markentypisch oder emotional sein. Aber die konkrete Einordnung darf nicht fehlen.
Muss das gesamte Angebot im Hero stehen?
Nein. Der Hero ist kein Inhaltsverzeichnis. Er soll Orientierung schaffen. Details können weiter unten oder auf Unterseiten folgen.
- Wer?
- Was?
- Für wen?
- Wie geht es weiter?
Keine Pflichtformel. Nur Orientierung.
Wer bist du und was bietest du an?
Auf der Startseite sollte relativ schnell erkennbar sein, welches Unternehmen oder welche Person hinter dem Angebot steht – und welches Angebot grundsätzlich existiert.
Beispiel: „Marketing-PRAKTIKERIN unterstützt kleine Unternehmen bei Website-Erstellung, Content sowie SEO und GEO.“ Das ist zunächst Einordnung. Die detaillierte Erklärung erfolgt anschließend auf Leistungsseiten, Wissensseiten und der Über-mich-Seite. Eine komplette Unternehmensgeschichte ist auf der Startseite nicht notwendig.
Muss die Zielgruppe auf der Startseite genannt werden?
Nicht immer wortwörtlich. Aber eine passende Person sollte möglichst erkennen können, ob das Angebot für sie gedacht ist. Das kann über eine explizite Nennung geschehen – „Für kleine Unternehmen und Selbstständige“ – oder über Kontext: Probleme, Beispiele, Leistungen, Sprache.
Wichtig: Hier wird keine neue Zielgruppenanalyse durchgeführt – die gehört in die Planung und wird auf der Seite Zielgruppenanalyse einfach erklärt behandelt. Auf der Startseite geht es nur darum, Relevanz sichtbar zu machen, ohne die Zielgruppe zwanghaft in einen Satz zu pressen.
Wie ausführlich sollten Leistungen auf der Startseite dargestellt werden?
Auf der Startseite genügt häufig: Leistung benennen, kurz einordnen, Nutzen beziehungsweise Aufgabe verständlich machen und auf die Detailseite weiterführen.
Beispiel: SEO & GEO – „Verbessere die Auffindbarkeit deiner Website in klassischer und KI-gestützter Suche.“ Dazu ein Link: „SEO & GEO ansehen“.
Nicht auf der Startseite erklären: gesamter Leistungsumfang, Ablauf, Preis, FAQ und Einwände. Das gehört auf die Leistungsseite.
Wie viele Leistungen gehören auf die Startseite?
Es gibt keine feste Zahl. Hat ein Unternehmen drei zentrale Leistungsbereiche, können alle drei gezeigt werden. Bei 20 Leistungen ist eine sinnvolle Gruppierung meist hilfreicher als 20 gleichwertige Karten. Der Maßstab lautet: Kann jemand die Angebotsstruktur verstehen? Nicht: Wie viele Karten passen ins Design?
Welche Rolle spielt Vertrauen auf der Startseite?
Vertrauen entsteht nicht durch einen einzigen „Trust-Bereich“. Es entsteht aus mehreren Informationen: klare Aussagen, echte Unternehmensinformationen, eine nachvollziehbare Person, Erfahrung, Referenzen, Kundenstimmen, überprüfbare Zahlen, transparente Angebote und verständliche Kontaktmöglichkeiten. Nicht alle Elemente sind notwendig.
Vertrauen muss belegt sein
Keine erfundenen Bewertungen, keine erfundenen Kundenlogos, keine Fake-Zertifikate, keine unbelegten Marktführer-Behauptungen, keine künstlichen Sternebewertungen. Wenn ein Element nicht vorhanden ist: nicht simulieren.
Lieber wenige echte Vertrauensinformationen als viele dekorative Vertrauenssymbole.
Behauptung
„Wir sind zuverlässig.“
Stärker
- konkreter Ablauf
- echte Person
- nachvollziehbare Erfahrung
- echte Referenz
- transparente Information
Vertrauen entsteht aus nachvollziehbaren Informationen.
Was gehört in einen Über-uns- oder Über-mich-Bereich?
Auf der Startseite: nur eine kurze Einordnung. Zum Beispiel: wer hinter dem Unternehmen steht, welche Rolle oder Erfahrung relevant ist und wofür das Unternehmen steht. Danach auf die ausführliche Über-uns- beziehungsweise Über-mich-Seite verlinken, wenn vorhanden.
Nicht auf die Startseite gehört die komplette Biografie. Ein Beispiel genügt: „Ich bin Anna Beispiel und unterstütze seit zehn Jahren kleine Unternehmen bei ihrer Marketingplanung.“ Danach: „Mehr über mich“.
Referenzen, Bewertungen und Kundenlogos
Nicht jede Startseite braucht alle drei Elemente.
- Kundenlogos sind sinnvoll, wenn eine echte Kundenbeziehung besteht, die Verwendung erlaubt ist und die Logos für die Zielgruppe relevant sind.
- Referenzen und Cases sind sinnvoll, wenn konkrete Zusammenarbeit oder Ergebnisse nachvollziehbar gezeigt werden können.
- Bewertungen sind sinnvoll, wenn sie echt, nachvollziehbar und korrekt zugeordnet sind.
Wichtig: Aussagen wie „Testimonials erhöhen die Conversion um X Prozent“ sind ohne belastbare Quelle nicht haltbar. Verzichte auf unbelegte Zahlen.
Zahlen und Fakten auf der Startseite
Zahlen können schnell Orientierung schaffen: „Seit 2015“, „Über 200 Kunden“, „12 Standorte“, „30 Jahre Erfahrung“. Aber nur verwenden, wenn sie korrekt, relevant, verständlich und aktuell sind. Suche keine Zahlen, nur damit ein Zahlenblock vorhanden ist.
Zahl braucht Kontext
Weniger hilfreich: „237“. Besser: „237 abgeschlossene Projekte“. Noch besser, wenn relevant: „237 abgeschlossene Website-Projekte seit 2021“. Keine künstliche Präzision.
Wissensbereich und hilfreiche Inhalte
Wenn Wissen Teil der Marketingstrategie ist, kann die Startseite ausgewählte Inhalte sichtbar machen: die wichtigsten Themenbereiche, aktuelle oder besonders relevante Ratgeber, Einstiegsbeiträge oder einen Lead-Magneten. Nicht sinnvoll: alle Blogartikel auf die Startseite laden.
Für Marketing-PRAKTIKERIN beispielsweise führt die Startseite in die Wissensbereiche Marketing verstehen, SEO, GEO und Website.
Neueste Beiträge oder wichtigste Beiträge?
Beides kann sinnvoll sein. Neueste Beiträge, wenn Aktualität strategisch wichtig ist. Wichtigste Beiträge, wenn zeitlose Einstiegsinhalte mehr Nutzen bieten. Eine Regel wie „Immer die letzten drei Blogposts anzeigen“ gibt es nicht.
Welche CTAs braucht eine Startseite?
Wie ein CTA sprachlich formuliert wird, steht auf der Seite Gute Website-Texte schreiben. Hier geht es nur um die CTA-Hierarchie auf einer Startseite. Eine Startseite kann mehrere sinnvolle Handlungen anbieten – je nach Geschäftsmodell zum Beispiel primär „Marketing-Kompass herunterladen“, sekundär „Leistungen ansehen“ und ergänzend „Wissen entdecken“.
Nicht jede Handlung gleich stark darstellen
Wenn Kontakt, Newsletter, Shop, PDF, Leistungen, Blog und Termin alle gleich stark hervorgehoben werden, entsteht wenig Führung. Besser: Prioritäten. Wichtig: Nicht nur die optische Farbe betrachten. Auch Position und Kontext spielen eine Rolle.
Wie viele CTAs sind sinnvoll?
Es gibt keine feste Zahl. Mehrere CTAs können sinnvoll sein, wenn sie zu unterschiedlichen Interessen und Abschnitten passen. Problematisch wird es, wenn Besucher:innen permanent zu unterschiedlichen, gleich wichtigen Handlungen gedrängt werden.
Mehrere Wege sind okay. Unklare Priorität ist das Problem.
Braucht die Startseite Preise?
Nicht automatisch. Das hängt von Geschäftsmodell, Angebot, Preisstruktur und Entscheidungsprozess ab. Bei einem klaren Produkt kann ein Preis auf der Startseite sinnvoll sein. Bei komplexer Beratung kann ein Preis ohne Kontext wenig aussagen.
Mögliche Varianten: ein konkreter Preis, ein „ab“-Preis (wenn sachlich zutreffend), ein Preisrahmen, ein Hinweis auf individuelle Kalkulation oder ein Link zur Leistungsseite.
Wichtig: Preise weder aus taktischen Gründen pauschal verstecken noch zwingend zeigen. Die Frage lautet: Welche Information benötigt die Zielgruppe für eine sinnvolle Entscheidung?
Braucht die Startseite FAQs?
Nein. FAQs können sinnvoll sein, wenn es einige häufige, wichtige, übergreifende Fragen gibt. Aber nicht jede Startseite braucht acht oder zehn FAQ-Einträge. Viele Fragen gehören besser auf Leistungsseiten, Produktseiten oder Wissensseiten.
Wichtig: Erzeuge keine künstlichen FAQs aus SEO- oder GEO-Gründen.
Wie lang sollte eine Startseite sein?
Es gibt keine ideale Länge. Weder „Eine Startseite sollte maximal X Wörter haben“ noch „Lange Startseiten konvertieren besser“ noch „Kurze Startseiten sind moderner“ stimmt pauschal. Die richtige Länge hängt ab von Geschäftsmodell, Anzahl der Angebote, Informationsbedarf, Bekanntheit des Unternehmens, Komplexität und Ziel der Website.
Eine einfache lokale Dienstleistung kann relativ wenig Erklärung benötigen. Eine komplexe B2B-Lösung deutlich mehr.
So lang wie nötig, nicht so lang wie möglich.
Was gehört nicht unbedingt auf die Startseite?
Nicht automatisch notwendig sind: die komplette Unternehmensgeschichte, der vollständige Leistungskatalog, komplette FAQs, sämtliche Blogartikel, alle Referenzen, alle Teammitglieder, vollständige Preislisten, sämtliche Zertifikate, jede Social-Media-Aktivität, jeder Newsletter und jedes Unternehmensupdate.
Wenn Informationen auf einer spezialisierten Unterseite besser funktionieren: dorthin verlagern.
Was ist mit Social-Media-Feeds auf der Startseite?
Nicht automatisch sinnvoll. Ein Social Feed kann Aktualität zeigen und Einblick geben. Er kann aber auch vom eigentlichen Website-Ziel ablenken, die Ladezeit erhöhen, Nutzer:innen von der eigenen Website wegführen und schnell veraltet wirken. Setze ihn nur ein, wenn er eine klare Aufgabe erfüllt – nicht, weil „man Social Media zeigen sollte“.
Startseite und Newsletter
Ein Newsletter kann auf der Startseite sichtbar sein, wenn E-Mail-Aufbau strategisch wichtig ist, der Nutzen klar ist und die Anmeldung einfach bleibt. Für Marketing-PRAKTIKERIN ist der Marketing-Kompass strategisch stärker als eine generische Aufforderung „Newsletter abonnieren“. Deshalb: den Kompass als zentralen Einstieg bevorzugen, der Newsletter kann anschließend beziehungsweise ergänzend geführt werden.
Die Startseite auf dem Smartphone
Schiebe die Desktop-Startseite nicht einfach zusammen. Mobile Besucher:innen sehen weniger Inhalt gleichzeitig. Prüfe deshalb besonders:
- Ist die Hauptaussage sofort lesbar?
- Ist der erste CTA sichtbar und verständlich?
- Sind Leistungsbereiche schnell erfassbar?
- Sind Karten nicht überladen?
- Sind Bilder sinnvoll skaliert?
- Sind Buttons groß genug?
- Ist Text nicht zu dicht?
- Entstehen unnötig lange Scrollstrecken?
- Funktionieren Akkordeons und Interaktionen?
- Wird nichts abgeschnitten?
Wichtig: Entferne mobil nicht zwangsläufig Inhalte. Priorisiere und gestalte.
- ObenEinordnung
- Danachwichtigste Wege
- DanachVertrauen
- DanachVertiefung
- Danachweitere Handlungsmöglichkeiten
Auf kleinen Bildschirmen muss Priorität besonders klar sein. Keine starre Reihenfolge.
Ein sinnvoller Startseiten-Aufbau
Wichtig vorab: Das ist kein universelles Template. Ein möglicher Aufbau für viele kleine Unternehmenswebsites kann so aussehen:
- Orientierung: Wer? Was? Für wen? – erster sinnvoller Weg
- Angebotsüberblick: Welche zentralen Leistungen oder Produkte gibt es?
- Relevanz / Problem / Nutzen: Welche Situation der Zielgruppe wird adressiert? Nur wenn sinnvoll.
- Vertrauen: Wer steckt dahinter? Welche nachvollziehbaren Informationen unterstützen Vertrauen?
- Wissen / hilfreiche Inhalte: Wenn Content Teil der Strategie ist.
- Nächster Schritt: Was kann eine passende Person jetzt tun?
- Footer: zusätzliche Orientierung und notwendige Informationen.
Diese Reihenfolge darf verändert werden. Ein Produktunternehmen kann das Produkt früher zeigen. Ein bekanntes Unternehmen benötigt möglicherweise weniger Erklärung. Ein Beratungsunternehmen kann die Person stärker gewichten.
- 1OrientierungWer? Was? Für wen? – erster sinnvoller Weg
- 2Angebotzentrale Leistungen oder Produkte
- 3RelevanzSituation der Zielgruppe – nur wenn sinnvoll
- 4VertrauenWer steckt dahinter? Nachvollziehbare Informationen
- 5VertiefungWissen und hilfreiche Inhalte
- 6Nächster SchrittWas kann eine passende Person jetzt tun?
Kein Pflicht-Template – die Reihenfolge darf zum Geschäftsmodell passen.
Startseite für unterschiedliche Geschäftsmodelle
- Solo-Selbstständige: häufig stärker Person, Kompetenz, Leistung und Vertrauen.
- Lokales Unternehmen: häufig stärker Leistung, Standort oder Gebiet, Kontakt und – falls relevant – Öffnungszeiten.
- B2B-Unternehmen: häufig stärker Lösung, Zielunternehmen oder Anwendungsfälle, Kompetenz, Produkte oder Leistungen sowie Kontakt oder Demo.
- Onlineshop: häufig stärker Produktbereiche, Angebote, Kategorien und Kaufwege.
Startseite in 9 Schritten erstellen
- 1Aufgabe
- 2Einordnung
- 3Wege
- 4Angebot
- 5Vertrauen
- 6Vertiefung
- 7CTA
- 8Mobile
- 9Reduktion
Nicht fragen: Was könnten wir noch hinzufügen? Sondern: Was braucht diese Startseite wirklich?
Schritt 1 – Aufgabe der Startseite übernehmen
Nicht neu planen. Aus dem Website-Konzept übernehmen: Was soll die Startseite hauptsächlich leisten?
Schritt 2 – wichtigste Einordnung formulieren
Festlegen: Wer? Was? Für wen? Nur die Kernaussage – noch keine Textoptimierung.
Schritt 3 – zentrale Wege auswählen
Welche Bereiche müssen von der Startseite schnell erreichbar sein? Zum Beispiel Leistungen, Produkte, Wissen, Kontakt.
Schritt 4 – Angebot zusammenfassen
Nicht alle Details. Nur verständlich zeigen, welche Hauptangebote existieren.
Schritt 5 – notwendige Vertrauensinformationen auswählen
Nur echte und relevante.
Schritt 6 – passende Vertiefungen bestimmen
Zum Beispiel Über uns, Wissensbereich, Referenzen oder Ratgeber.
Schritt 7 – CTA-Priorität festlegen
Was ist primär? Was ist sekundär?
Schritt 8 – Mobile Reihenfolge prüfen
Was sieht man zuerst? Was kommt zu spät? Was nimmt zu viel Platz ein?
Schritt 9 – alles entfernen, was keine klare Aufgabe erfüllt
Bei jedem Bereich fragen: Hilft er bei Einordnung, Orientierung, Vertrauen oder Weiterführung? Wenn nicht, braucht er möglicherweise keinen Platz auf der Startseite.
Beispiel für eine kleine Beratungswebsite
Nur als Beispiel – nicht universell. Eine mögliche Struktur für ein wissens- und beratungsorientiertes Unternehmen:
- Bereich 1 – Einordnung: „Marketingberatung für kleine Unternehmen.“ Kurz: Was? Für wen? CTA: „Leistungen ansehen“, sekundär: Marketing-Kompass.
- Bereich 2 – Drei Leistungsbereiche: Website, SEO & GEO, Marketingberatung – jeweils ein bis zwei kurze Sätze und eine Detailseite.
- Bereich 3 – Kurze Person / Unternehmen: Wer steht dahinter? Warum ist die Erfahrung relevant?
- Bereich 4 – Wissensbereiche: Marketing, Website, SEO, GEO.
- Bereich 5 – Marketing-Kompass: klarer Nutzen.
- Bereich 6 – Kontakt / nächster Schritt.
Bestehende Startseite prüfen
Ein praktischer Check ausschließlich für die Startseite – in zehn Fragen:
- Kurze Einordnung: Kann eine außenstehende Person nach kurzem Blick ungefähr sagen: welches Unternehmen, welches Angebot, welche Zielgruppe oder Situation?
- Erster Bildschirm: Ist klar, worum es geht? Oder sieht man hauptsächlich ein großes Bild, einen Slogan, eine Animation?
- Angebotsübersicht: Sind die wichtigsten Leistungen oder Produkte erkennbar?
- Weiterführung: Kommt man von der Startseite zu relevanten Detailseiten?
- Vertrauen: Gibt es echte Informationen, die helfen, das Unternehmen einzuschätzen?
- CTA-Priorität: Ist erkennbar, was ein sinnvoller nächster Schritt ist?
- Überladung: Gibt es Abschnitte, die keinen erkennbaren Zweck erfüllen?
- Wiederholungen: Wird dieselbe Botschaft mehrfach mit anderen Worten gesagt?
- Mobile: Ist die Seite auch am Smartphone logisch aufgebaut?
- Aktualität: Sind Angebote, Personen, Zahlen, Referenzen und Links noch korrekt?
- Wer?
- Was?
- Für wen?
- Welche Angebote?
- Warum Vertrauen?
- Wohin weiter?
- Mobile verständlich?
- Aktuell?
Kann ich das auf meiner Startseite erkennen?
Häufige Fehler auf Startseiten
- Nur ein Markenclaim im ersten Bereich: Menschen verstehen nicht, was tatsächlich angeboten wird.
- Die gesamte Unternehmensgeschichte oben erzählen: Orientierung wird verzögert.
- Alle Leistungen vollständig erklären: Die Startseite wird zur Ansammlung mehrerer Leistungsseiten.
- Zu viele gleichwertige CTAs: Es fehlt Priorität.
- Startseite mit der ganzen Website verwechseln: Unterseiten bekommen keine eigene Aufgabe mehr.
- Zu viele Vertrauenssymbole: Logos, Siegel, Sterne und Awards ersetzen keine nachvollziehbaren Informationen.
- Allgemeine Aussagen statt konkreter Einordnung: „Zukunft gestalten.“ – ohne Erklärung des Angebots.
- Jeden Blogartikel anzeigen: Der Wissensbereich wird zur langen Feed-Liste.
- Mobile Reihenfolge ignorieren: Ein wichtiger CTA oder Angebotsteil erscheint erst sehr weit unten.
- Startseite jahrelang nicht aktualisieren: Alte Leistungen, alte Personen oder veraltete Zahlen bleiben sichtbar.
- Jeden freien Platz füllen: Mehr Inhalte bedeuten nicht automatisch mehr Orientierung.
Was sollte eine kleine Unternehmenswebsite auf der Startseite priorisieren?
Für kleine Unternehmen gilt häufig: klare Einordnung, zentrale Angebote, nachvollziehbares Vertrauen, einfache Weiterführung und eine klare Handlung.
Nicht zwangsläufig notwendig: große Animation, Unternehmensvideo, 15 Testimonials, Social Feed, News-Ticker, zehn Zahlen oder aufwendige Effekte.
Eine einfache Startseite kann sehr professionell sein, wenn sie ihre Aufgabe klar erfüllt.
Häufige Fragen
Orientierung vor Informationsmenge
Eine gute Startseite muss nicht alles zeigen, alles erklären oder jeden Besucher sofort zum Kauf bringen. Ihre zentrale Aufgabe ist Orientierung. Menschen sollten möglichst schnell verstehen: Wer ist hier? Was wird angeboten? Ist etwas davon für mich relevant? Wo finde ich weitere Informationen? Und was kann ich als Nächstes tun?
Dafür braucht es keine universelle Startseiten-Formel. Ein lokaler Betrieb, eine Beraterin, ein Softwareunternehmen und ein Onlineshop benötigen unterschiedliche Schwerpunkte. Der Maßstab ist deshalb nicht „Habe ich alle typischen Startseiten-Blöcke eingebaut?“, sondern: „Hilft meine Startseite den richtigen Menschen dabei, sich schnell zurechtzufinden?“ Wenn ja, erfüllt sie ihre wichtigste Aufgabe.
Die nächste Unterseite vertieft anschließend: „Leistungsseiten erstellen: Angebote verständlich präsentieren“.
- In Vorbereitung
Leistungsseiten erstellen
- In Vorbereitung
Website selbst erstellen oder erstellen lassen?
- In Vorbereitung
Website optimieren
Deine Startseite sieht gut aus – aber erklärt dein Angebot nicht klar genug?
Marketing-PRAKTIKERIN unterstützt dich dabei, Website-Struktur und Inhalte so aufzubauen, dass Besucher:innen dein Unternehmen schnell verstehen und relevante Informationen finden.
Website-Unterstützung ansehenQuellen & weiterführende Informationen
- Google Search Central: Creating helpful, reliable, people-first content
- Google Search Central: SEO Starter Guide
- Google Search Central: Provide a site name to Google Search
- W3C Web Accessibility Initiative: Page Structure Tutorial
- W3C Web Accessibility Initiative: Writing for Web Accessibility – Tips for Getting Started

