Backlinks gehören zu den bekanntesten Begriffen der Suchmaschinenoptimierung – entsprechend viele Aussagen kursieren darüber: „Du brauchst möglichst viele Backlinks.“ „Dieser Link hat eine Domain Authority von 70.“ „Nofollow-Links bringen nichts.“ „Dieser toxische Link muss sofort entfernt werden.“ So einfach ist das Thema nicht. Ein Backlink ist zunächst nur ein Link von einer anderen Website zu deiner Website. Wie sinnvoll er ist, hängt vom Zusammenhang ab.

Von Tanja Dirnberger · Marketing-PRAKTIKERIN

Was ist ein Backlink?

Ein Backlink ist ein Link auf einer externen Website, der auf eine Seite deiner Website verweist. Auch die Google Search Console definiert einen Backlink als Link von einer Seite einer anderen Website auf eine Seite deiner Website.

Quelle: Google Search Console Hilfe – Bericht „Links“

Beispiel: Ein österreichisches Fachmedium veröffentlicht einen Beitrag über Marketing für kleine Unternehmen und verweist darin auf den Ratgeber Keyword-Recherche einfach erklärt. Für Marketing-PRAKTIKERIN ist das ein Backlink – aus Sicht des Fachmediums ein ausgehender externer Link.

Derselbe Link – zwei Perspektiven

Website A

setzt einen ausgehenden Link

Marketing-PRAKTIKERIN

erhält einen Backlink

„Backlink“ beschreibt den Link aus Sicht der Zielwebsite.

Backlink, interner Link und externer Link

Interner Link
führt von einer Seite deiner Website zu einer anderen Seite derselben Website – mehr in Interne Verlinkung einfach erklärt.
Externer Link
führt von deiner Website zu einer anderen Website.
Backlink
führt von einer anderen Website zu deiner Website.

Backlinks sind ein konkreter Teilbereich des größeren Themas Offpage-SEO.

Was ist eine verweisende Domain?

Eine verweisende Domain („Referring Domain“) ist eine externe Domain, von der mindestens ein Link auf deine Website führt. Verlinkt example.at zehnmal auf marketing-praktikerin.com, sind das 10 Backlinks, aber nur 1 verweisende Domain. Eine sehr große Backlink-Zahl kann etwa entstehen, wenn eine einzige Website denselben Link auf vielen Unterseiten verwendet – deshalb Backlinks nicht nur als Gesamtzahl betrachten.

Auch Bing Webmaster Tools unterscheidet in der Backlink-Auswertung zwischen verweisenden Seiten, verweisenden Domains und Ankertexten.

Backlinks sind nicht dasselbe wie verweisende Domains
  • Website Adeine Website
  • Website Adeine Website
  • Website Adeine Website
  • Website Bdeine Website

4 Backlinks2 verweisende Domains

Warum können Backlinks wichtig sein?

Direkte Besucher:innen
Menschen klicken einen Link an und gelangen auf deine Website.
Entdeckung
Suchmaschinen können Links unter anderem nutzen, um Seiten zu entdecken.
Kontext
Ein Link kann zeigen, dass eine andere Seite deinen Inhalt als relevante weiterführende Information betrachtet.
Suchsysteme
Google erklärt, dass Links als Signal bei der Einschätzung der Relevanz von Seiten verwendet werden. Bing beschreibt organisch entstandene Links ebenfalls als wichtiges Signal.

Quelle: Google Search Central – SEO-Link-Best-Practices für Google

Daraus folgt nicht, dass jeder Backlink dein Ranking verbessert. Links sind eines von verschiedenen Signalen; wie einzelne Links gewichtet werden, lässt sich von außen nicht exakt bestimmen.

Was macht einen guten Backlink aus?

Es gibt keine einzelne offizielle Kennzahl, mit der ein guter Backlink vollständig bewertet werden kann. Sinnvoller ist es, mehrere Fragen gemeinsam zu betrachten.

1. Thematische Relevanz

Passt die verweisende Seite fachlich zu deinem Inhalt? Verlinkt ein Marketing-Fachportal auf einen Ratgeber zur Keyword-Recherche, ist der Zusammenhang leicht nachvollziehbar – anders als bei einer themenfremden Glücksspielseite ohne erkennbaren Grund.

2. Glaubwürdigkeit der Quelle

Ist die verweisende Website real, nachvollziehbar, seriös und redaktionell gepflegt? Kennzahlen von Drittanbietern wie „Domain Authority“ können eine Analysehilfe sein, sind aber keine Google-Werte und nicht mit Glaubwürdigkeit gleichzusetzen.

3. Redaktioneller Zusammenhang

Ein Link in einem fachlich passenden Beitrag hat einen anderen Kontext als ein automatisch erzeugter Link in einer Liste mit tausenden Domains.

4. Nutzen für Leser:innen

Würde jemand den Link tatsächlich anklicken, weil er die aktuelle Information sinnvoll ergänzt? Eine sehr gute praktische Kontrollfrage.

5. Zielseite

Führt der Link auf die Seite, die fachlich passt? Ein Bericht über Keyword-Recherche kann direkt auf den entsprechenden Ratgeber verweisen – nicht zwingend auf die Startseite.

6. Entstehungsgrund

Wurde der Link gesetzt, weil der Inhalt hilfreich ist, eine echte Kooperation besteht oder die Seite als Quelle dient – oder nur, weil für einen Rankinglink bezahlt wurde?

Ein guter Backlink lässt sich meist auch ohne SEO nachvollziehbar begründen.

Einen Backlink sinnvoll beurteilen
  • Relevanz

    Passt die Quelle zum Thema?

  • Glaub­würdigkeit

    Ist die Website nachvoll­ziehbar?

  • Kontext

    Warum steht der Link hier?

  • Nutzen

    Hilft der Link Leser:innen?

  • Ziel

    Führt er auf die passende Seite?

Keine einzelne Kennzahl entscheidet allein.

Was ist der Ankertext eines Backlinks?

Der Ankertext ist der sichtbare, anklickbare Text eines Links – etwa „Keyword-Recherche einfach erklärt“, „Marketing-PRAKTIKERIN“, „dieser Ratgeber zur Keyword-Recherche“ oder „marketing-praktikerin.com“. Bei Backlinks bestimmst du den Ankertext meist nicht selbst, und das ist normal: Ein natürlich entstandenes Backlink-Profil enthält unterschiedliche Linktexte.

Versuche nicht, externe Websites dazu zu bringen, überall exakt dasselbe Keyword zu verlinken. Google nennt überoptimierte Keyword-Linktexte im Zusammenhang mit manipulativen Linkpraktiken.

Quelle: Google Search Central – Spamrichtlinien für die Google Websuche

Muss ein Backlink ein Keyword im Ankertext haben?

Nein. Ein Link kann auch mit Markenname, URL, Beitragstitel, natürlicher Formulierung oder einem Bild sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass der Linktext im jeweiligen Kontext passt.

Nofollow, sponsored und ugc – was bedeutet das?

Links können mit sogenannten rel-Attributen gekennzeichnet werden. Diese setzt die verlinkende Website – die Zielwebsite kann sie normalerweise nicht bestimmen.

Normaler Link

Ein regulärer Link benötigt kein besonderes rel-Attribut, vereinfacht: <a href="https://example.com">Quelle</a>.

rel="sponsored"

Google empfiehlt diese Kennzeichnung für Links, die durch Werbung oder bezahlte Placements entstehen.

rel="ugc"

UGC steht für User Generated Content – etwa Links in Forenbeiträgen, Kommentaren oder anderen nutzergenerierten Inhalten.

rel="nofollow"

Nofollow kann verwendet werden, wenn andere Kennzeichnungen nicht passen und die verlinkende Website ihre Seite nicht auf normale Weise mit dem Ziel verknüpfen möchte. Für bezahlte Links akzeptiert Google nofollow weiterhin, bevorzugt aber sponsored.

Quelle: Google Search Central – Ausgehende Links für Google eingrenzen

Normale Links, sponsored, ugc und nofollow
  • Normaler Link

    → gewöhnlicher redaktioneller Link

  • sponsored

    → Werbung / bezahltes Placement

  • ugc

    → von Nutzer:innen erzeugter Inhalt

  • nofollow

    → besondere Kennzeichnung, wenn andere Werte nicht passen

Die Kennzeichnung setzt die verlinkende Website.

Was bedeutet „Dofollow“?

„Dofollow-Link“ ist ein verbreiteter SEO-Begriff. Ein offizielles rel="dofollow" als Gegenstück zu nofollow gibt es jedoch nicht. Gemeint ist ein normaler Link ohne Einschränkung wie nofollow, sponsored oder ugc.

„Dofollow“ ist ein SEO-Alltagsbegriff – kein notwendiges HTML-Attribut.

Sind nofollow-Links wertlos?

Nein. Unabhängig von seiner Kennzeichnung kann ein Link Besucher:innen bringen, eine Marke bekannt machen, eine Quelle sichtbar machen, zu weiteren Erwähnungen führen oder Teil einer echten Kooperation sein. Frage zuerst: Ist der Link relevant und nützlich?

Wie entstehen gute Backlinks?

Link Earning
Andere Websites verlinken freiwillig, weil ein Inhalt hilfreich oder zitierenswert ist.
Aktiver Linkaufbau
Du machst andere gezielt auf einen sinnvollen Inhalt oder eine Kooperation aufmerksam.

Beides kann legitim sein, solange kein manipulativer Rankinglink konstruiert wird. Besonders verlinkbar sind etwa eigene Studien, Daten und Statistiken, Originalgrafiken, Rechner, Vorlagen, Checklisten, ausführliche Leitfäden, Branchenübersichten und besonders gute Erklärseiten. Ein guter Inhalt garantiert aber keinen Backlink – er schafft nur einen nachvollziehbaren Grund, darauf zu verweisen.

Welche Backlink-Strategien können sinnvoll sein?

Digitale PR

Aus guten redaktionellen Beiträgen über deine Expertise oder Daten können natürliche Backlinks entstehen. Digitale PR im Ganzen erklärt Offpage-SEO einfach erklärt.

Fachbeiträge und Interviews

Expertise für seriöse, relevante Plattformen bereitstellen. Ein Link sollte dabei fachlich sinnvoll sein – keine Gastbeiträge nur für einen Keyword-Backlink.

Partnerschaften

Echte Geschäftspartner, Verbände, Netzwerke, Lieferanten, Veranstalter oder Bildungsorganisationen können sinnvolle Verbindungen schaffen – keine künstlichen Partnerseiten zum gegenseitigen Linktausch.

Relevante Verzeichnisse

Seriöse Branchen- oder Unternehmensverzeichnisse können einen nachvollziehbaren Kontaktpunkt schaffen. Links aus minderwertigen Verzeichnis- oder Bookmark-Seiten nennt Google dagegen ausdrücklich als mögliche Link-Spam-Praxis.

Auf bestehende Erwähnungen aufmerksam werden

Wird dein Unternehmen bereits erwähnt, kannst du höflich fragen, ob ein hilfreicher Link ergänzt werden kann – ohne Anspruch und ohne automatisiertes Massen-Outreach.

Hilfreiche Ressourcen bereitstellen

Verweist eine Website auf eine Ressource, die nicht mehr existiert oder veraltet ist, kannst du eine eigene hochwertige Alternative anbieten – aber nur, wenn sie fachlich tatsächlich passt.

Linktausch – ist das erlaubt?

Gegenseitige Verweise sind in Ordnung, wenn es einen realen Grund gibt – etwa ein gemeinsames Projekt oder Verband und Mitglied. Problematisch sind systematische Tauschprogramme, die nur Rankings beeinflussen sollen: Google nennt „exzessiven Linktausch“ als Link-Spam, und auch Bing weist darauf hin, dass solche Muster erkannt werden können.

Quelle: Google Search Central – Spamrichtlinien für die Google Websuche

Backlinks kaufen – was ist erlaubt?

Werbung kaufen, Sponsoring bezahlen, Advertorials buchen oder Kooperationen bezahlen gehört zur normalen Wirtschaft. Google unterscheidet jedoch zwischen bezahlter Werbung bzw. Sponsoring und gekauften Links zur Manipulation des Suchrankings. Letztere gelten als Link-Spam. Bezahlte Links sollen gekennzeichnet werden – bevorzugt mit rel="sponsored", alternativ weiterhin mit rel="nofollow".

Quelle: Google Search Central – Ausgehende Links für Google eingrenzen

Bezahlte Reichweite ist nicht das Problem. Verdeckter Kauf von Ranking-Signalen ist das Problem.

Bezahlt heißt nicht automatisch problematisch

Werbung / Sponsoring

bezahlt + transparent gekennzeichnet

→ legitime Marketingmaßnahme

Gekaufter Rankinglink

bezahlt + Ziel: Suchranking manipulieren + nicht gekennzeichnet

→ kann gegen Suchmaschinenrichtlinien verstoßen

Welche Links können problematisch sein?

Die Spamrichtlinien von Google nennen unter anderem:

  • gekaufte Links zur Rankingmanipulation
  • exzessiven Linktausch
  • automatisiert erzeugte Links
  • Linknetzwerke
  • minderwertige Verzeichnislinks
  • massenhaft verteilte Links in Templates
  • Keyword-Links in Spam-Kommentaren
  • Links in minderwertigen Inhalten, die hauptsächlich zur Rankingmanipulation erzeugt wurden

Quelle: Google Search Central – Spamrichtlinien für die Google Websuche

Daraus folgt nicht, dass jeder unbekannte oder minderwertige Link automatisch Schaden verursacht.

Was bedeutet ein „toxischer Backlink“?

„Toxisch“ ist ein Begriff, den SEO-Tools nach eigenen Kriterien verwenden – kein offizieller Google-Status. Wenn ein Tool einen Link als toxisch einstuft, heißt das nicht, dass Google ihn ebenso bewertet. Entferne oder entwerte Links deshalb nicht hektisch aufgrund einer einzelnen Tool-Kennzahl.

„Toxisch“ ist keine offizielle Google-Linkkategorie.

Wie überprüfst du deine Backlinks?

Google Search Console

Der Bericht „Links“ zeigt unter anderem die meistverlinkten Seiten, die top-verweisenden Websites und häufige Linktexte. Google weist darauf hin, dass der Bericht eine Auswahl zeigt – nicht zwingend jeden einzelnen Backlink.

Quelle: Google Search Console Hilfe – Bericht „Links“

Bing Webmaster Tools

Das Backlinks-Tool von Bing zeigt verweisende Domains, Quellseiten, Zielseiten und Ankertexte. Auch Bing beschreibt diese Daten als repräsentativ und nicht zwingend vollständig.

Welche Daten solltest du ansehen?

Verweisende Domain
Welche Website verlinkt?
Quellseite
Von welcher konkreten Seite kommt der Link?
Zielseite
Auf welche eigene Seite führt er?
Ankertext
Welcher Text wird verlinkt?
Kontext & Relevanz
Warum steht der Link dort – und passen Quelle und Ziel fachlich zusammen?
Direkter Nutzen
Entstehen Besucher:innen oder ein anderer Marketingnutzen?
Backlink prüfen: 6 Fragen
  1. 1Wer verlinkt?
  2. 2Von welcher Seite?
  3. 3Wohin führt der Link?
  4. 4Welcher Linktext?
  5. 5Passt der Kontext?
  6. 6Hat der Link einen nachvollziehbaren Nutzen?

Sind mehr Backlinks immer besser?

Nein. 2.000 Links von einer einzigen automatisierten Domain sagen nicht mehr aus als 20 redaktionelle Links von verschiedenen relevanten Fachquellen – eher im Gegenteil. Quelle, verweisende Domains, Kontext, Relevanz und Entstehungsart gehören zusammen betrachtet. Auch Bing betont Qualität vor reiner Linkmenge.

Quelle: Microsoft Bing – Bing Webmaster Guidelines (Abschnitt Links)

Muss man schlechte Backlinks entfernen?

Nicht automatisch. Websites bekommen im Laufe der Zeit Links von unbekannten Domains, Spam-, Scraper- oder automatisierten Seiten, ohne diese aufgebaut zu haben. Google erklärt, dass seine Systeme in den meisten Fällen selbst beurteilen können, welche Links vertrauenswürdig sind, und dass die meisten Websites das Disavow-Tool nicht benötigen.

Wann kann das Disavow-Tool relevant sein?

Laut Google vor allem dann, wenn eine erhebliche Anzahl von Spam-, künstlichen oder minderwertigen Links auf die Website verweist und diese zu einer manuellen Maßnahme geführt haben oder ein erhebliches Risiko dafür besteht. Vorher sollte – soweit realistisch – versucht werden, selbst aufgebaute problematische Links entfernen zu lassen.

Quelle: Google Search Console Hilfe – Links zu deiner Website für ungültig erklären

Für die meisten Websites ist Disavow kein regelmäßiges SEO-Wartungsinstrument.

Backlinks in 7 Schritten sinnvoll aufbauen

Backlinks sinnvoll aufbauen
  1. 1Gute Zielseite
  2. 2Relevante Quellen
  3. 3Echter Linkgrund
  4. 4Beziehungen
  5. 5Passende Zielseite
  6. 6Beobachten
  7. 7Qualität vor Menge

Schritt 1 – linkwürdige Zielseiten bestimmen

Welche Inhalte sind hilfreich genug, dass andere darauf verweisen könnten? Nicht nur die Startseite betrachten.

Schritt 2 – relevantes Umfeld identifizieren

Welche Fachmedien, Organisationen, Branchenplattformen, Partner, Verbände und regionalen Plattformen passen tatsächlich?

Schritt 3 – einen echten Grund für den Link schaffen

Warum sollte diese Website auf deinen Inhalt verweisen – als gute Quelle, wegen eigener Daten, einer hilfreichen Anleitung, einer Kooperation oder deines Expertenwissens?

Schritt 4 – Beziehungen statt Massen-Outreach

Individuelle, relevante Kontakte statt tausender automatisierter Linkanfragen.

Schritt 5 – unterschiedliche Zielseiten zulassen

Nicht jeder Backlink muss auf die Startseite führen. Ein Link auf einen passenden Ratgeber kann deutlich hilfreicher sein.

Schritt 6 – entstehende Links beobachten

Google Search Console und Bing Webmaster Tools regelmäßig, aber nicht obsessiv prüfen.

Schritt 7 – Qualität vor Anzahl

Keine monatlichen Linkquoten. Ziel sind relevante, nachvollziehbare externe Verbindungen.

Backlinks für kleine Unternehmen

Kleine Unternehmen brauchen keine riesigen Linkbuilding-Kampagnen. Realistische Quellen sind etwa Wirtschaftskammern, Berufsverbände, regionale Organisationen, Geschäftspartner, Fach- und Regionalmedien, relevante Branchenverzeichnisse, Veranstaltungen, Bildungskooperationen, tatsächlich bestehende gemeinnützige Kooperationen sowie eigene Fachbeiträge und Studien. Entscheidend ist immer ein nachvollziehbarer Grund – nicht möglichst viele Verzeichnisse oder ein SEO-Linktausch mit jedem Partner.

Backlinks und KI-gestützte Suche

Externe Links und Erwähnungen sind Teil des öffentlichen digitalen Umfelds eines Unternehmens. Welche Bedeutung einzelne externe Signale für generative Such- und Antwortsysteme haben, lässt sich jedoch nicht pauschal aus klassischen SEO-Regeln ableiten – mehr Backlinks bedeuten nicht automatisch mehr Erwähnungen in KI-Antworten.

Häufige Fehler bei Backlinks

  • Nur die Anzahl betrachten: Backlink-Zahlen ohne Kontext sind wenig aussagekräftig.
  • Domain Authority mit Google verwechseln: Drittanbieter-Metriken sind Analysehilfen, keine offiziellen Google-Kennzahlen.
  • Nur „Dofollow“-Links wollen: Ein relevanter Link kann unabhängig von seiner Kennzeichnung Marketingnutzen haben.
  • Exact-Match-Ankertexte erzwingen: Natürlich entstandene Links haben unterschiedliche Linktexte.
  • Backlinks kaufen, um Rankings zu manipulieren: Das kann gegen Suchmaschinenrichtlinien verstoßen.
  • Jeden unbekannten Link als toxisch einstufen: Nicht jeder seltsame Link verursacht ein Problem.
  • Disavow als Aufräumroutine nutzen: Laut Google benötigen die meisten Websites dieses Tool nicht.
  • Nur Links auf die Startseite aufbauen: Andere passende Zielseiten sind für Leser:innen oft nützlicher.
  • Nur an SEO denken: Ein guter Link kann auch Besucher:innen, Sichtbarkeit und Vertrauen bringen.

Häufige Fragen zu Backlinks

Die wichtigste Frage beim Linkaufbau

Backlinks sind weder bedeutungslos noch eine magische SEO-Abkürzung. Ein Backlink ist zunächst eine Verbindung zwischen zwei Websites. Sein Wert hängt davon ab, wer verlinkt, warum verlinkt wird, in welchem Zusammenhang der Link steht, wohin er führt und ob er für Menschen nützlich ist. Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht „Wie bekomme ich möglichst viele Backlinks?“, sondern „Warum sollte eine relevante Website freiwillig auf diesen Inhalt verweisen?“ Wer das beantworten kann, hat die beste Grundlage für nachhaltigen Linkaufbau.

Quellen & weiterführende Informationen