Wenn jemand in deiner Nähe nach einer Tischlerei, einem Friseursalon, einer Steuerberatung oder einem Restaurant sucht, führt der erste Weg häufig nicht mehr über ein Branchenbuch. Gesucht wird direkt bei Google oder in Google Maps.

Dort erscheinen oft mehrere Unternehmen mit Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos und einer Schaltfläche für den Anruf oder die Wegbeschreibung. Für lokale Betriebe kann diese Darstellung ausgesprochen wertvoll sein: Potenzielle Kundinnen und Kunden sehen nicht nur, dass es das Unternehmen gibt. Sie können häufig auch sofort Kontakt aufnehmen oder den Standort ansteuern.

Doch wie schafft es ein Unternehmen in diese lokalen Ergebnisse?

Und warum wird ein Betrieb gut sichtbar angezeigt, während ein anderer kaum auftaucht?

Die kurze Antwort lautet: Ein vollständig ausgefülltes Google-Unternehmensprofil ist die Grundlage. Gute Sichtbarkeit entsteht aber erst aus dem Zusammenspiel von korrekten Unternehmensdaten, einem klaren regionalen Bezug, echten Bewertungen, einer hilfreichen Website und der laufenden Pflege des Profils.

Was bedeutet es, bei Google Maps gefunden zu werden?

Lokale Unternehmen können an verschiedenen Stellen erscheinen:

  • direkt in Google Maps,

  • in der normalen Google-Suche,

  • in der Kartenansicht oberhalb oder zwischen den klassischen Suchergebnissen,

  • in einem ausführlichen Unternehmensprofil bei einer Suche nach dem Firmennamen.

Die Kartenansicht mit mehreren lokalen Treffern wird häufig als Local Pack bezeichnet. Welche Unternehmen dort erscheinen, hängt unter anderem von der Suchanfrage und vom Standort der suchenden Person ab.

Eine Suche nach „Physiotherapie“ kann in Graz daher andere Ergebnisse liefern als in Voitsberg. Auch zwei Personen, die sich in unterschiedlichen Stadtteilen befinden, müssen nicht dieselbe Reihenfolge sehen.

Ein Google-Unternehmensprofil kannst du kostenlos erstellen und verwalten. Darüber steuerst du, wie dein Betrieb mit wichtigen Informationen in der Google-Suche und auf Google Maps dargestellt wird. Google-Unternehmensprofil: Erste Schritte

Wie entscheidet Google, welche lokalen Unternehmen angezeigt werden?

Google nennt für lokale Suchergebnisse drei wesentliche Faktoren:

  1. Relevanz

  2. Entfernung

  3. Bekanntheit

Relevanz: Wie gut passt dein Unternehmen zur Suchanfrage?

Google versucht zu verstehen, was ein Unternehmen anbietet und ob dieses Angebot zur jeweiligen Suche passt.

Sucht jemand nach „italienisches Restaurant“, ist ein klar als italienisches Restaurant eingeordnetes Profil relevanter als ein Profil, das lediglich die allgemeine Kategorie „Restaurant“ verwendet und kaum weitere Informationen enthält.

Vollständige Angaben, eine passende Hauptkategorie, konkrete Leistungen und eine verständliche Website helfen Google dabei, dein Unternehmen richtig einzuordnen.

Entfernung: Wie weit ist dein Unternehmen von der suchenden Person entfernt?

Bei einer lokalen Suche spielt der Standort eine wichtige Rolle. Wenn kein Ort in die Suchanfrage eingegeben wird, schätzt Google anhand der verfügbaren Standortinformationen, wo sich die suchende Person befindet.

Diesen Faktor kannst du nicht wegoptimieren. Ein Friseursalon in Graz wird bei einer Suche in Salzburg nicht plötzlich zum nächsten Anbieter, nur weil sein Profil besonders hübsch ausgefüllt ist.

Du kannst aber dafür sorgen, dass deine Adresse, dein Standort oder dein tatsächliches Einzugsgebiet korrekt angegeben sind. So kann Google dein Unternehmen geografisch richtig zuordnen.

Bekanntheit: Wie etabliert wirkt dein Unternehmen?

Google berücksichtigt außerdem, wie bekannt beziehungsweise etabliert ein Unternehmen ist. Dabei können unter anderem Informationen aus dem Web, Links, Erwähnungen, Verzeichniseinträge sowie Anzahl und Qualität der Google-Bewertungen eine Rolle spielen.

Bekanntheit bedeutet dabei nicht automatisch, dass nur große Unternehmen eine Chance haben. Auch ein kleiner regionaler Betrieb kann starke lokale Signale aufbauen – beispielsweise durch langjährige Tätigkeit, echte Kundenbewertungen, regionale Berichterstattung, Mitgliedschaften, Kooperationen und Erwähnungen auf seriösen Websites.

Google erklärt zugleich ausdrücklich, dass sich eine bessere Platzierung in den lokalen Ergebnissen weder beantragen noch kaufen lässt. Google-Unternehmensprofil: Lokales Ranking verbessern

1. Prüfe zuerst, ob dein Unternehmen für ein Profil berechtigt ist

Nicht jedes Geschäftsmodell darf ein Google-Unternehmensprofil anlegen.

Grundsätzlich muss ein Unternehmen während der angegebenen Geschäftszeiten persönlichen Kontakt mit Kundinnen und Kunden haben. Dazu zählen beispielsweise:

  • Geschäfte und Restaurants mit einem Standort,

  • Praxen und Kanzleien,

  • Handwerksbetriebe, die zu Kundinnen und Kunden fahren,

  • regionale Dienstleister mit persönlicher Leistungserbringung,

  • hybride Unternehmen, die Kundschaft am Standort empfangen und zusätzlich ein Gebiet bedienen.

Reine Online-Unternehmen ohne persönlichen Kundenkontakt sind grundsätzlich nicht berechtigt. Auch ein virtuelles Büro oder ein bloßer Briefkasten darf nicht als echter Standort ausgegeben werden.

Das ist besonders für Selbstständige im Homeoffice wichtig: Wer Kundinnen und Kunden ausschließlich online betreut, sollte nicht allein für die vermeintliche SEO-Wirkung ein Profil erstellen. Wer hingegen tatsächlich zu Kundinnen und Kunden fährt, kann als Dienstleistungsunternehmen mit Einzugsgebiet berechtigt sein und die private Adresse ausblenden.

Die genauen Voraussetzungen beschreibt Google in den Richtlinien zur Berechtigung und Inhaberschaft.

2. Erstelle, beanspruche und bestätige dein Unternehmensprofil

Suche zunächst bei Google und in Google Maps nach deinem Firmennamen. Möglicherweise existiert bereits ein Profil, das automatisch erstellt oder von einer anderen Person angelegt wurde.

In diesem Fall solltest du kein zweites Profil erstellen, sondern den bestehenden Eintrag beanspruchen. Doppelte Profile können zu widersprüchlichen Informationen, verteilten Bewertungen und Problemen bei der Verwaltung führen.

Gibt es noch keinen Eintrag, kannst du ein neues Profil erstellen. Anschließend verlangt Google in der Regel eine Bestätigung. Welche Methode angeboten wird, hängt vom Unternehmen und von den verfügbaren Informationen ab. Möglich sind beispielsweise Video, Telefon, E-Mail oder Post.

Für die Bestätigung können Nachweise erforderlich sein, die zeigen, dass das Unternehmen tatsächlich existiert und du berechtigt bist, es zu verwalten. Halte deshalb unter anderem Gewerbeunterlagen, Außenbeschilderung, Geschäftsräume, Arbeitsmaterialien oder ein Firmenfahrzeug nachvollziehbar bereit – abhängig davon, was Google im konkreten Fall verlangt.

3. Verwende deinen echten Unternehmensnamen – ohne Keyword-Girlande

Der Name im Unternehmensprofil sollte dem Namen entsprechen, den dein Betrieb auch außerhalb von Google verwendet: auf der Website, am Geschäft, auf Rechnungen und in der sonstigen Kommunikation.

Nicht sinnvoll ist es, zusätzliche Suchbegriffe oder Orte an den Namen anzuhängen, nur um häufiger gefunden zu werden.

Aus

Tischlerei Muster

sollte deshalb nicht plötzlich

Tischlerei Muster – Küchen nach Maß, Möbel, Türen und bester Tischler Graz Steiermark

werden.

Das sieht nicht nur nach einer etwas außer Kontrolle geratenen Keyword-Sammlung aus. Es verstößt auch gegen die Vorgabe, den real verwendeten Unternehmensnamen korrekt abzubilden, und kann Änderungen oder Einschränkungen des Profils nach sich ziehen. Google: Richtlinien zur Darstellung deines Unternehmens

4. Wähle die richtige Hauptkategorie

Die Unternehmenskategorie ist eines der wichtigsten Signale dafür, welche Art von Betrieb du führst.

Wähle als Hauptkategorie die spezifischste Kategorie, die dein Kerngeschäft beschreibt. Eine Konditorei sollte nicht bloß „Geschäft“ auswählen, eine Physiotherapiepraxis nicht nur „Gesundheitszentrum“.

Zusätzliche Kategorien sind sinnvoll, wenn sie weitere tatsächlich angebotene Geschäftsbereiche abbilden. Sie sind jedoch keine Liste für alle Produkte, Eigenschaften oder denkbaren Keywords.

Frage dich bei der Auswahl:

  • Womit erzielt das Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes?

  • Wonach würden passende Kundinnen und Kunden suchen?

  • Welche Kategorie beschreibt den Betrieb und nicht bloß ein einzelnes Produkt?

  • Welche zusätzlichen Kategorien stehen für echte, wichtige Leistungsbereiche?

Google empfiehlt, nur wenige passende Kategorien zu verwenden und die Hauptkategorie so konkret wie möglich zu wählen. Google: Unternehmenskategorien verwalten

5. Gib Adresse oder Einzugsgebiet korrekt an

Unternehmen mit Kundenverkehr am Standort

Wenn Kundinnen und Kunden dein Geschäft, deine Praxis oder dein Büro während der angegebenen Öffnungszeiten besuchen können, trägst du die vollständige, reale Adresse ein.

Der Standort sollte dauerhaft zum Unternehmen gehören und – wenn die Adresse öffentlich angezeigt wird – mit einer festen Beschilderung erkennbar sein. Postfächer, erfundene Standorte und nicht tatsächlich betriebene virtuelle Büros sind nicht zulässig.

Kontrolliere anschließend auch die Markierung auf der Karte. Besonders bei Neubauten, größeren Gebäudekomplexen oder schwer auffindbaren Zufahrten kann der gesetzte Pin ungenau sein.

Dienstleister, die zu ihren Kunden fahren

Wenn du Kundinnen und Kunden nicht an deiner Adresse empfängst, sondern zu ihnen fährst, richtest du ein Einzugsgebiet ein und blendest deine Adresse aus.

Das betrifft beispielsweise mobile Friseurinnen, Installationsbetriebe, Gebäudereinigungen oder manche Beratungs- und Servicedienstleistungen.

Trage nur Gebiete ein, die du tatsächlich betreust. Ganz Österreich auszuwählen klingt vielleicht beeindruckend, hilft aber weder Kundinnen und Kunden noch Google, wenn dein realistisches Einsatzgebiet rund um Graz und die Weststeiermark liegt.

Ein Einzugsgebiet bedeutet außerdem nicht, dass dein Unternehmen in jedem eingetragenen Ort automatisch gut platziert wird. Die Entfernung zum tatsächlichen Unternehmensstandort bleibt ein Bestandteil der lokalen Suche.

6. Fülle dein Profil vollständig und verständlich aus

Ein vollständiges Profil hilft Google bei der Einordnung und gibt Menschen die Informationen, die sie für eine Entscheidung benötigen.

Kontrolliere insbesondere:

  • Unternehmensname,

  • Haupt- und Zusatzkategorien,

  • Adresse oder Einzugsgebiet,

  • Telefonnummer,

  • Website,

  • reguläre Öffnungszeiten,

  • Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Urlaube,

  • Unternehmensbeschreibung,

  • angebotene Leistungen oder Produkte,

  • passende Attribute,

  • Termin-, Buchungs- oder Bestellmöglichkeiten, sofern verfügbar.

Die Unternehmensbeschreibung sollte klar beantworten:

  • Was bietet das Unternehmen an?

  • Für wen ist das Angebot gedacht?

  • In welcher Region ist der Betrieb tätig?

  • Was ist eine wichtige Besonderheit?

Vermeide eine reine Aufzählung von Suchbegriffen. Ein verständlicher Text hilft potenziellen Kundinnen und Kunden mehr als zehn Ortsnamen hintereinander.

Besonders wichtig sind aktuelle Öffnungszeiten. Wer vor verschlossener Tür steht, wird sich von einer angeblich „ SEO-optimierten“ Beschreibung vermutlich nur mäßig trösten lassen.

7. Verbinde das Profil mit einer überzeugenden Website

Das Unternehmensprofil und die Website sollten dieselbe Geschichte erzählen.

Wenn dein Profil einen Installationsbetrieb in Voitsberg beschreibt, die verlinkte Website aber weder die Leistung noch das Einzugsgebiet verständlich nennt, bleibt die Zuordnung unnötig unklar.

Eine lokal ausgerichtete Website sollte deshalb enthalten:

  • einen klaren Unternehmensnamen,

  • verständliche Leistungs- oder Produktseiten,

  • vollständige Kontaktdaten,

  • Adresse oder nachvollziehbares Einzugsgebiet,

  • regionale Referenzen oder Projekte,

  • Anfahrts- und Kontaktinformationen,

  • natürliche Erwähnungen der tatsächlich betreuten Region.

Bei einem einzelnen Standort führt der Link meist zur Startseite oder zu einer starken Standortseite. Unternehmen mit mehreren echten Standorten können für jeden Standort eine eigene hilfreiche Seite erstellen – mit den jeweiligen Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Leistungen, Ansprechpersonen und lokalen Informationen.

Nicht empfehlenswert sind dutzende nahezu identische Seiten, auf denen lediglich der Ortsname ausgetauscht wird. Eine Seite „Leistung in Graz“, eine Kopie für Leibnitz und noch eine Kopie für Voitsberg schafft keinen echten regionalen Mehrwert.

Optional können strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness zusätzliche Unternehmensinformationen wie Adresse und Öffnungszeiten maschinenlesbar auszeichnen. Das kann Suchsystemen beim Verständnis helfen, garantiert aber keine bestimmte Darstellung oder Platzierung. Google Search Central: Strukturierte Daten für lokale Unternehmen

8. Ergänze echte und hilfreiche Fotos

Fotos beeinflussen, ob Menschen einen Betrieb sympathisch, professionell und vertrauenswürdig wahrnehmen. Sie zeigen, was Besucherinnen und Besucher tatsächlich erwartet.

Je nach Unternehmen eignen sich:

  • Außenaufnahmen zur leichteren Orientierung,

  • Innenräume,

  • Teamfotos,

  • Produkte,

  • Ergebnisse und Arbeitsbeispiele,

  • typische Arbeitssituationen,

  • Ausstattung oder Fahrzeuge,

  • Speisen und Räumlichkeiten bei Gastronomiebetrieben.

Verwende möglichst aktuelle, gut beleuchtete und realistische Bilder. Übertriebene Filter oder generische Stockfotos helfen wenig, wenn sie mit dem tatsächlichen Unternehmen kaum etwas zu tun haben.

Google empfiehlt für Profilbilder unter anderem eine gute Schärfe, ausreichende Beleuchtung und eine Darstellung ohne wesentliche Verfremdung. Google: Fotos und Videos im Unternehmensprofil verwalten

Fotos sind allerdings kein Ersatz für vollständige Daten, gute Leistungen oder echte Bewertungen. Sie unterstützen die Entscheidung – sie sind kein magischer Ranking-Knopf.

9. Bitte systematisch um ehrliche Bewertungen

Bewertungen helfen potenziellen Kundinnen und Kunden bei ihrer Entscheidung. Google nennt außerdem Anzahl und Bewertungsergebnis als mögliche Faktoren der lokalen Bekanntheit.

Du darfst Kundinnen und Kunden aktiv um eine ehrliche Bewertung bitten. Das sollte jedoch neutral, freiwillig und ohne Gegenleistung geschehen.

Google stellt dafür einen direkten Bewertungslink und einen QR-Code bereit. Den Link kannst du beispielsweise verwenden:

  • in einer Dankes-E-Mail,

  • nach Abschluss eines Auftrags,

  • auf einer Rechnung oder einem Beleg,

  • in einer persönlichen Nachricht,

  • auf einer Karte oder einem Aufsteller im Geschäft.

Eine mögliche Formulierung lautet:

Danke für dein Vertrauen. Wenn du möchtest, teile deine ehrliche Erfahrung mit uns auf Google – positiv, kritisch oder irgendwo dazwischen. Deine Rückmeldung hilft anderen bei der Entscheidung: [Bewertungslink]

Nicht zulässig sind:

  • Rabatte, Gutscheine oder Geschenke als Gegenleistung,

  • gekaufte Bewertungen,

  • Bewertungen von Personen ohne echte Erfahrung,

  • die Aufforderung, eine bestimmte Sterneanzahl zu vergeben,

  • das gezielte Bitten ausschließlich vermeintlich zufriedener Kundinnen und Kunden,

  • Druck, die Bewertung noch vor Ort abzugeben,

  • Vorteile für das Ändern oder Löschen einer negativen Bewertung.

Google stuft bezahlte, beeinflusste und selektiv eingeholte positive Bewertungen als unzulässige Manipulation ein. Google Maps: Richtlinien zu gefälschten und irreführenden Beiträgen

Die passende Funktion erklärt Google unter Bewertungslink oder QR-Code erstellen.

10. Reagiere professionell auf Bewertungen

Eine Antwort zeigt, dass Feedback ernst genommen wird. Sie ist zugleich öffentlich sichtbar und prägt den Eindruck, den künftige Kundinnen und Kunden vom Unternehmen gewinnen.

Bei positiven Bewertungen genügt eine kurze, persönliche Reaktion. Vermeide identische Standardantworten unter jeder Rezension.

Bei kritischen Bewertungen gilt:

  1. Nicht im ersten Ärger antworten.

  2. Sachlich und respektvoll bleiben.

  3. Keine vertraulichen Kundendaten veröffentlichen.

  4. Den konkreten Punkt aufgreifen, ohne einen öffentlichen Kleinkrieg zu eröffnen.

  5. Bei Bedarf ein persönliches Gespräch anbieten.

Nicht jede negative Rezension lässt sich entfernen. Eine schlechte Bewertung verstößt nicht automatisch gegen Richtlinien, nur weil sie unangenehm ist. Melden solltest du Inhalte, die tatsächlich gegen Google-Richtlinien verstoßen – beispielsweise Spam, gefälschte Erfahrungen, Beleidigungen oder themenfremde Beiträge.

Eine glaubwürdige Mischung aus positiven und einzelnen kritischen Bewertungen kann für Nutzerinnen und Nutzer nachvollziehbarer wirken als ein Profil, das verdächtig makellos erscheint. Google empfiehlt, ehrliches und ausgewogenes Feedback wertzuschätzen und auf Bewertungen angemessen zu antworten. Google: Tipps für mehr Rezensionen

11. Baue seriöse lokale Signale außerhalb von Google auf

Google betrachtet ein Unternehmen nicht nur innerhalb des eigenen Profils. Auch Informationen auf anderen Websites können zur Einordnung und Bekanntheit beitragen.

Für österreichische Unternehmen können unter anderem sinnvoll sein:

  • das WKO Firmen A-Z,

  • ausgewählte seriöse Branchenverzeichnisse,

  • regionale Wirtschafts- und Gemeindeportale,

  • Fachverbände,

  • Tourismusplattformen,

  • Lieferanten- und Partnerseiten,

  • regionale Medienberichte,

  • Vereine, Veranstaltungen und Kooperationen.

Das WKO Firmen A-Z bietet österreichischen Unternehmen eine kostenlose Webpräsenz mit Unternehmensinformationen und bezeichnet sich als größtes und aktuellstes Online-Firmenverzeichnis Österreichs.

Wichtig ist nicht, in möglichst vielen Verzeichnissen aufzutauchen. Achte vielmehr darauf, dass Unternehmensname, Adresse, Telefonnummer und Website korrekt und möglichst einheitlich angegeben werden.

Fünf gepflegte, passende Einträge sind wertvoller als fünfzig Profile mit einer alten Telefonnummer, drei verschiedenen Schreibweisen des Firmennamens und Öffnungszeiten aus der Vor-Corona-Zeit.

12. Nutze Beiträge für aktuelle Informationen – aber erwarte keine Wunder

Über dein Unternehmensprofil kannst du je nach Verfügbarkeit Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen veröffentlichen. Diese Beiträge können Menschen zusätzliche Informationen geben und bei der Entscheidung für einen Besuch oder eine Kontaktaufnahme helfen.

Sinnvolle Inhalte sind beispielsweise:

  • geänderte Öffnungszeiten,

  • neue Leistungen,

  • Veranstaltungen,

  • saisonale Angebote,

  • wichtige betriebliche Neuigkeiten,

  • ein hilfreicher Hinweis mit Link zu einer passenden Seite.

Google beschreibt Profilbeiträge als Möglichkeit, aktuelle Informationen direkt in der Suche und auf Maps zu teilen. Google: Beiträge im Unternehmensprofil erstellen

Behandle Beiträge trotzdem nicht als Pflichtprogramm für ein bestimmtes Ranking. Ein korrekter Standort, passende Kategorien, hilfreiche Kerninformationen, Bewertungen und eine gute Website haben zunächst höhere Priorität als ein hektischer Veröffentlichungsplan.

13. Pflege das Profil regelmäßig

Ein Unternehmensprofil ist keine Aufgabe, die einmal erledigt und danach vergessen wird.

Prüfe regelmäßig:

  • Stimmen Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten?

  • Funktionieren Telefonnummer und Website-Link?

  • Sind die angebotenen Leistungen noch aktuell?

  • Gibt es neue Bewertungen, die beantwortet werden sollten?

  • Wurden Änderungen von Google oder Nutzerinnen und Nutzern vorgeschlagen?

  • Passen die Fotos noch zum tatsächlichen Unternehmen?

  • Gibt es doppelte oder veraltete Profile?

Besonders vor Feiertagen, Betriebsurlauben, Umzügen oder Änderungen im Angebot solltest du die Informationen aktualisieren.

14. Miss nicht nur Rankings, sondern echte Kontakte

Die Platzierung bei Google Maps ist nicht für jede Person und an jedem Ort identisch. Eine einzelne Suche vom eigenen Büro aus ist daher keine verlässliche Erfolgsmessung.

Wichtiger ist, wie Menschen das Profil tatsächlich nutzen.

Im Leistungsbereich des Google-Unternehmensprofils kannst du – abhängig von Profil und Branche – unter anderem beobachten:

  • über welche Suchbegriffe dein Profil gefunden wurde,

  • wie oft es in der Suche oder auf Maps angesehen wurde,

  • wie viele Website-Klicks entstanden,

  • wie oft die Anruffunktion genutzt wurde,

  • wie viele Wegbeschreibungen abgerufen wurden,

  • ob Buchungen oder andere Interaktionen erfolgt sind.

Google erläutert diese Kennzahlen in der Übersicht zur Leistung des Unternehmensprofils.

Vergleiche längere Zeiträume und achte auf Entwicklungen. Lokale Sichtbarkeit baut sich nicht zwingend innerhalb weniger Tage auf.

Die entscheidende Frage ist ohnehin nicht, ob du bei irgendeinem Suchbegriff einmal auf Position zwei oder drei erschienen bist. Wichtiger ist:

Finden die richtigen Menschen dein Unternehmen – und entstehen daraus Anrufe, Wegbeschreibungen, Termine, Besuche oder Anfragen?

Die häufigsten Fehler bei Google Maps

FehlerWarum er problematisch istBesser so
Keywords im Firmennamen ergänzenentspricht nicht dem realen Unternehmensnamen und kann gegen Richtlinien verstoßenden tatsächlich verwendeten Firmennamen eintragen
falsche oder zu allgemeine Kategorie wählenerschwert die eindeutige Zuordnung des Angebotsspezifische Hauptkategorie und wenige passende Zusatzkategorien wählen
virtuelle Adresse verwendenkann zur Sperrung oder Entfernung führennur einen berechtigten realen Standort oder ein korrektes Einzugsgebiet angeben
private Adresse öffentlich zeigen, obwohl dort niemand empfangen wirdführt Kundinnen und Kunden in die Irre und widerspricht der passenden ProfilformAdresse ausblenden und Einzugsgebiet angeben
Bewertungen kaufen oder belohnenverstößt gegen die Richtlinien und beschädigt Vertrauenneutral und ohne Gegenleistung um ehrliches Feedback bitten
nur auf das Profil setzenWebsite und externe Signale bleiben ungenutztProfil, lokale Website-Inhalte und seriöse Erwähnungen verbinden
Öffnungszeiten nicht aktualisierenverursacht Frust und Vertrauensverlustreguläre und besondere Öffnungszeiten pflegen
täglich das eigene Ranking prüfenErgebnisse hängen stark vom Standort und Kontext abProfilinteraktionen, Anfragen und Entwicklung über längere Zeit messen

Dein Google-Maps-Startcheck

Du musst nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umsetzen. Beginne mit diesen Schritten:

  1. Suche nach deinem Firmennamen und prüfe, ob bereits ein Profil existiert.

  2. Beanspruche oder erstelle das richtige Profil und schließe die Bestätigung ab.

  3. Kontrolliere Unternehmensname, Hauptkategorie, Adresse oder Einzugsgebiet.

  4. Ergänze Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten, Beschreibung und Leistungen.

  5. Lade mehrere aktuelle und realistische Fotos hoch.

  6. Erstelle deinen Bewertungslink und bitte nach echten Kundenerfahrungen neutral um Feedback.

  7. Prüfe, ob die Website Angebot und Region verständlich beschreibt.

  8. Aktualisiere wichtige österreichische und regionale Verzeichniseinträge.

  9. Beantworte neue Bewertungen und korrigiere veraltete Informationen.

  10. Kontrolliere monatlich Suchbegriffe, Website-Klicks, Anrufe und Wegbeschreibungen.

Gute Sichtbarkeit bei Google Maps beginnt mit korrekten Informationen

Bei Google Maps gefunden zu werden, hat wenig mit geheimen Tricks zu tun.

Google möchte verstehen:

  • Was ist das für ein Unternehmen?

  • Welche Leistungen bietet es an?

  • Wo befindet es sich oder welches Gebiet betreut es?

  • Wie gut passt es zur aktuellen Suchanfrage?

  • Wie glaubwürdig und etabliert wirkt es?

Ein korrektes und vollständiges Unternehmensprofil bildet dafür die Grundlage. Die passende Kategorie, eine hilfreiche Website, echte Bewertungen, aktuelle Fotos und seriöse regionale Erwähnungen stärken das Gesamtbild.

Die Entfernung zur suchenden Person kannst du nicht beeinflussen. Du kannst aber dafür sorgen, dass Google dein Unternehmen richtig versteht – und dass Menschen nach dem Fund auch einen guten Grund haben, dich anzurufen, zu besuchen oder eine Anfrage zu senden.